SILK Fluegge – KLISCOPE 

– und Raum und Proberaum und Veranstaltungsraum und Performanceraum und Tanzraum und Ausstellungsraum und experimenteller Raum und Gedankenraum und eigener Ruheraum und getrennter Büroraum und Residency-Space und Screening-Space und scopes und skopós und tópos und –

Zu all dem will das KLISCOPE werden. Doch nicht bloßer Raum will es sein, nicht bloß leerer zu füllender Raum, vielmehr richtet seine jeweilige Räumlichkeit es aus, gibt ihm seine eigene Zeitlichkeit. Das KLISCOPE ist geteilter Raum, seidene Fäden durchziehen ihn, an denen die in ihm agierenden Subjekte alleine womöglich über dem Abgrund hängen, gemeinsam ergeben sie jedoch einen Seidenbau. In diesem verknüpfen die Fäden nicht nur die unterschiedlichen Gruppen und ihre Projekte, sondern sie erstrecken sich in den glückenden Momenten auch über die Zeiten hinweg. Der Ort soll selbst ein Mikroskop sein, das im gegenwärtigen Kleinen den großen und auch künftigen Dingen nachfühlen will. Durch die allzu genaue Betrachtung des Einzelnen dehnt sich dieses hinter seinem Rücken zum Ganzen aus, das seidene Gewebe lässt bei richtiger Betrachtung Kommendes erahnen oder gibt ihm einen Richtungsimpuls. Eine Vielzahl an selbst gestaltbarer Bereiche, scopes, für die oder den skopós, die Späherin, die Beobachterin, ihr Blickfeld, ihr Zweck, ihr Ziel.